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- Fonds „Heimerziehung in der DDR“ wird aufgestockt - Betroffene können bis zum 30. September 2014 ihre Ansprüche bei ihrer zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle anmelden

Der Fonds „Heimerziehung in der DDR“ wird aufgestockt und fortgeführt. Darauf haben sich der Bund und die ostdeutschen Länder am 25. Februar 2014 verständigt. Damit ist die Finanzierung des Fonds ab 2014 gesichert. Menschen, die als Kinder und Jugendliche in Heimen der ehemaligen DDR großes Leid erfahren haben, kann somit weiterhin nach den Maßgaben des Runden Tisches Heimerziehung geholfen werden.

Es bleibt insofern bei den bisherigen Leistungskriterien und dem Leistungsumfang. Betroffene können weiterhin bis zu 10.000 Euro an Sachleistungen zur Minderung von Folgeschäden aus dem Heimaufenthalt geltend machen. Auch Rentenersatzleistungen werden wie bisher gewährt.

Alle Betroffenen haben die Möglichkeit, ihre Ansprüche bis zum 30. September 2014 anzumelden. Sie müssen sich dazu lediglich formlos, aber schriftlich (z.B. auch per Mail), an ihre zuständige Anlauf- und Beratungsstelle wenden und mitteilen, dass sie als ehemaliges Heimkind mit Folgeschäden Leistungen des Fonds in Anspruch nehmen möchten. Alles Weitere – die individuelle Beratung und Vereinbarung von Hilfebedarfen sowie die Auszahlung der vereinbarten Leistungen – kann später erfolgen. Die ursprünglich vorgesehene Laufzeit des Fonds bis zum 30. Juni 2017 bleibt bestehen. Der Abschluss von neuen Leistungsvereinbarungen, soweit sich diese auf ein erhöhtes Fondsvolumen beziehen, ist jedoch aktuell noch nicht möglich, da zunächst die notwendigen Voraussetzungen für die Einzahlung zusätzlicher Fondsmittel geschaffen werden müssen. 

Die Aufstockung des Fonds ist notwendig, da sich die Inanspruchnahme des Fonds im Jahr 2013 in einem Tempo und Ausmaß entwickelt hat, wie dies nicht vorauszusehen war. Das führt dazu, dass die ursprünglich eingeplanten 40 Mio. Euro voraussichtlich in den nächsten Wochen vollständig durch Leistungsvereinbarungen zwischen den Betroffenen und den Anlauf- und Beratungsstellen gebunden sein werden. Bund und Länder werten dies insgesamt als Erfolg ihrer Bemühungen, denn der Fonds hat somit bewirkt, dass Betroffene nach langen Jahren erstmals das Gefühl einer gesellschaftlichen Anerkennung und Beachtung ihres Leids erfahren. Um dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen, wird nun sichergestellt, dass auch diejenigen, die bisher ihre Ansprüche noch nicht geltend gemacht haben, dies innerhalb der genannten Frist tun können und dann Leistungen erhalten.