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Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975

Anfang Juli 2011 hat der Deutsche Bundestag auf Grundlage der Empfehlungen des „Runden Tischs Heimerziehung“ den fraktionsübergreifendenden Antrag „Opfern von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung wirksam helfen“ verabschiedet. Auch die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder hat am 27. Mai 2011 vergleichbare Beschlüsse gefasst. Basierend auf diesen Beschlüssen und in Abstimmung mit den betroffenen Kirchen, deren Wohlfahrtsverbänden sowie den Orden wurde die Vereinbarung zur Errichtung des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1975“ (Fonds Heimerziehung West) mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2012 getroffen.

Betroffenen, denen während ihrer Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland Unrecht und Leid zugefügt wurde, kann durch den Fonds finanzielle Hilfe gewährt werden, soweit durch die Heimerziehung heute noch nachweisbare Traumatisierungen oder andere Beeinträchtigungen und Folgeschäden bestehen und dieser besondere Hilfebedarf nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt wird.

Darüber hinaus sollen Betroffene dabei unterstützt werden, ihre Zeit der Heimunterbringung zwischen 1949 und 1975 aufzuarbeiten.

In Fällen, in denen es aufgrund seinerzeit nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einer Minderung von Rentenansprüchen gekommen ist, soll mit Hilfe des Fonds ein Ausgleich gewährt werden.

Zudem soll eine Aufarbeitung der Heimerziehung verbunden mit Schlussfolgerungen für die heutige und zukünftige Praxis sowohl durch öffentliche Veranstaltungen als auch durch wissenschaftliche Expertisen vorgenommen werden.

Zu den Dokumenten

Leistungen des Fonds "Heimerziehung West"

Hier finden Sie die Leistungen des Fonds des Fonds "Heimerzieung West"

Errichter des Fonds "Heimerziehung West"

Hier finden Sie die Errichter des Fonds "Heimerziehung West".

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